Mehr Schutz und Sicherheit für alle, die zu Fuß unterwegs sind!

Leider ist die 3. Sitzung „Runder Tisch Fuß- und Radverkehr“ der Entwicklung von Omikron zum Opfer gefallen. Zum einen verständlich, aber vieles klappt ja auch mit Web-Konferenzen in dieser Zeit. Und eben wichtig,  geht es dabei auch um mehr Schutz und Sicherheit für alle, die zu Fuß unterwegs sind. Bei den FußverkehrsChecks haben wir viele Örtlichkeiten identifiziert, deren Bauzustand und Verkehrsregelungen diesem selbstverständlichen Anspruch der Fußgänger nicht genügen, und wir versuchen seit Monaten parallel auch im sog. Umsetzungsverfahren im Trialog-Forum mit Verwaltung und Gemeinderat Änderungen durchzusetzen. In Beiträgen hier an dieser Stelle in den letzten Wochen habe ich aufgezeigt, dass vieles ja eindeutig gesetzlich geregelt ist, z.B. die Mindestbreite für Fußgänger mit 2,50 Meter, außerhalb 2,00 Meter, ohne zusätzlichen Radverkehr. Dann auch der in diesem Zusammenhang zu beachtende Abstand zwischen Fußgänger und Radfahrer von 1,50 Meter, der zeigt, dass die vorgenannten Mindestbreiten durchaus ihre zwingende Berechtigung haben. Dazu als besonderes Ärgernis die Freigabe von Fußwegen und gemischten Fuß-/Radwegen auch noch für den Gegenverkehr, eindeutig unzulässig, auch bei reinen Radwegen, wenn diese für diesen Zweirichtungsverkehr für Radfahrer allein nicht mindestens 2,00 Meter in der Regel 2,40 Meter zur Verfügung stehen. Es ist unbegreiflich, dass man mit diesen gefährlichen  Freigaben für den Rad-Zweirichtungsverkehr die sog. Geisterfahrer auch noch fördert und ermutigt!

Vieles wäre also für den Runden Tisch und für das Trialog-Forum anzustoßen, natürlich und leider nicht nur in Remseck. Die ursprünglich ausschließlichen Fußwege müssen wieder den Fußgängern zur alleinigen Nutzung zurückgegeben werden und, wo man es rechtlich für nötig sieht, halt ausreichend breite Radwege bauen, für den Gegenverkehr dann extra breit. Denn in der teuren, verzweifelten Förderung des Radverkehrs in den letzten Jahren, ideologisch schon mal als Klimarettung benannt, hat man sich zu oft einfach dieser „RadfahrSparLösung“ bedient, unberechtigt und unzulässig zulasten des Fußverkehrs, gegenüber allen also, die ungestört und sicher zu Fuß unterwegs sein wollen, auch den Spaziergängern, Familien mit Kindern , mit Hund, ältere oder mobilitätseingeschränkte Mitmenschen, Wanderer in Wald und Flur, Jogger, Nordic-Walker. Wir werden uns also weiterhin und erst recht als offensichtlich einzige FußgängerLobby für den Fußverkehr einsetzen müssen, vor allem dann, wenn dafür die gesetzlichen Rechte der Fußgänger klar definiert und geregelt sind. Machen Sie doch einfach auch mit, wir können jede Unterstützung wohl gebrauchen!

Ein anderes Thema oder doch das selbe: Für die heran stehende Oberbürgermeisterwahl am 3.7.2022 wollen wir als FUSS e.V.-Ortsgruppe und als Interessenvertretung des Fußverkehrs auch hier in Remseck allen Bewerbern für dieses wichtige Amt in Remseck  sog. WahlPrüfSteine zur Stellungnahme vorlegen mit dem Thema Infrastruktur Mobilität mit Schwerpunkt Fußverkehr.  Wir werden in den nächsten Wochen diese WahlPrüfSteine erarbeiten, um dann den Bewerbern Gelegenheit geben, ihre Meinung  zum Thema zu äußern und wir wollen damit mit zur Entscheidungsfindung der Bürgerschaft bei der OB-Wahl beizutragen. Gerne nehmen wir Ideen und konkrete Anregungen von der Bürgerschaft entgegen und berichten im weiteren immer mal wieder zu diesem Angang.