Runder Tisch Fuß- und Radverkehr und Zustand in den Remsecker Wäldern

Bei dieser Veranstaltung geht es nun weiter, neuer Termin ist der 23.2.2022. Nach Angaben von Herrn Stadtrat Gustav Bohnert von den CDU- und FDP-Fraktionen ehemals beantragt, wurde dieses Diskussions- und Entscheidungsforum vom Rathaus initiiert, bisher fanden 2 Sitzungen statt. Als Leiter und Sprecher der FUSS e.V. Ortsgruppe Remseck+Umgebung bin ich als Interessenvertreter des Fußverkehrs dabei, um die selbstverständlichen Wünsche und Erwartungen für mehr Sicherheit einzubringen, für ein sicheres und ungestörtes Unterwegssein für alle, die zu Fuß gehen müssen oder wollen. Mir ist es ein Anliegen, über die Ideen unserer Mitglieder und der an den FußverkehrsChecks mitmachenden Bürgerinnen und Bürger hinaus, in die Runde zu fragen, wer denn nun noch Feststellungen/Anregungen zu den Gegebenheiten eines Fußgängers in Remseck einbringen will. Bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder auch gerne telefonisch, ich werde dies hoffentlich dann beim Runden Tisch ansprechen können.

Radverkehrsspezifische Anliegen bitte an die Ortsgruppe des ADFC zu richten, die als Interessenvertreter der Radfahrenden ja mit dabei sind. Ziel muss es sein, den zwei unstrittig nachhaltigsten Mobilitätsarten die notwendigen Verkehrsflächen im öffentlichen Raum attraktiv vorzuhalten und die problemlose Verzahnungen mit Bus/Bahn/Auto sicherzustellen.

Und unsere Ortsgruppe kümmert sich auch um Wege außerhalb, in Wald und Flur, zum Spazieren, Wandern, Joggen, Nordic-Walken … Auch hier muss der Fußgänger ungestört und ungefährdet im Rahmen der Rechtsvorschriften unterwegs sein können. Aktuell aufgegriffen haben wir deshalb die Zustände in den drei raren Waldgebieten von Remseck; schon in den FußverkehrsChecks haben wir bewertet, dass da vieles im offensichtlich rechtsfreiem Raum geduldet wird. Wir haben Anfang des Monats Februar nun wiederum Dr. Michael Nill, im Landratsamt Ludwigsburg zuständig für den Fachbereich Wald, auf die aktuellen desolaten Zustände im Hochberger Wald auf dem immer gut frequentierten, früheren Trimmpfad hingewiesen, dessen Geräte von der Forstverwaltung, vor Jahren schon, einfach abgebaut wurden. Der Pfad wird nun weiterhin von Jogger und Spaziergänger gerne genützt, aber leider auch von Radler und Reiter! Die Spuren beim Zerstören dieses Pfads sind gut erkennbar, der/die Reiter muss ortsansässig und damit eigentlich leicht zu ermitteln sein. Denn man reitet dort seit langem ungerührt, bei immer wieder umgeworfenem Verbotsschild, immer wieder durch den Wald, belästigt Fußgänger und zerfurcht, vermatscht die Fußwege. Dass auch das Radfahren dort bis auf Hauptwege verboten ist, muss ich nicht weiter ausführen. Oder doch? Radfahren ist laut Landeswaldgesetz nur auf befestigten, mindestens 2 Meter breiten Wegen erlaubt, zum Schutz von der Tier- und Pflanzenwelt und ja auch zum Schutz der Fußgänger, sonst ist es verboten. Erst recht das wilde Querwaldeinfahren mit Mountainbikes, wodurch Klein(st)lebewesen getötet, Vögel und Wild aufgeschreckt und der natürliche Aufwuchs unserer klimawichtigen Wälder durch grobstollige Reifen zerstört wird

Die gleichen Zustände und ähnliches Zerfurchen von Wegen im Burgholz/Hochdorfer Wald. Herr Stadtrat Bohnert hat ja auch ausdrücklich beim FußverkehrsCheck darauf hingewiesen, dass man das Thema Reiter in unseren "Wäldchen" auch angehen sollte, z.T. ja per Verbot, s.o., beschildert, aber halt ohne Erfolg. Eigenes Erlebnis im Hochdorfer Wald im letzten Jahr mit zwei Reiterinnen zu Pferd, die frech behaupteten, der auch frühere, auch schmale Trimmpfad sei für sie nicht verboten. Herr Erster Bürgermeister Jo Triller vom Rathaus ist ebenfalls um Abhilfe gebeten worden, wir haben eine Pressekampagne angeregt, dann aber Kontrollen und Sanktionierungen für Unbelehrbare. Mal sehen, ob man da (endlich) aktiv wird, ich berichte weiter.