Mehr Unfälle, weniger Tote
So titelt die LKZ im Bericht vom 10.8.22. Und weiter: „Die Zahl der Verkehrsunfälle hat zuletzt deutlich zugenommen. Im ersten Halbjahr des Jahres verzeichnete die Polizei im Südwesten 138.763 Unfälle – 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Innenministerium gestern berichtete“. Dabei stiegen auch die Anzahl der Leicht- (+22,8%) und Schwerverletzten (+11,7%), während gleichzeitig weniger Menschen im Verkehr ums Leben kamen (-2,7%), ein neuer Tiefstand! Deutlich mehr stieg die Zahl bei Radunfällen (+21,8%) mit 31 Todesfolgen mit hohem Elektrofahrradanteil. Darüber hinaus würden insgesamt mehr als die Hälfte keinen Helm tragen und viele Radfahrer unterschätzten leider nach wie vor die Gefahren und insbesondere die Geschwindigkeiten im Straßenverkehr, so Innenminister Strobl. Wobei nach seinen Angaben 61% der Radler selbst Verursacher der Unfälle seien.
Was bedeutet das für den Fußverkehr: Vom Kraftfahrverkehr sind Fußgänger i.d.R. durch Gehwege, Zebrastreifen, Ampelanlagen geschützt. Nicht aber von diesen sich überschätzenden, zu schnell rasenden Radlern auf Gemeinsamen Fuß-/Radwegen. Die StVO sieht deshalb richtigerweise nur in Ausnahmefällen gemeinsame Verkehrsflächen vor, dann mit hohen Pflichten der Radler gegenüber Fußgängern. In falschverstandener Radförderung hat man aber oft diese Ausnahmen zu Regel gemacht, wie unsere FußverkehrsChecks eindrucksvoll ausweisen. Wir von FUSS e.V. als Fußgängerlobby wollen dies rückgängig machen, für mehr Sicherheit und Ungestörtheit der Fußgänger auf ihren Wegen. Auch sind Kontrollen zum ordnungsgemäßen Fahren auch beim Radverkehr dringend erforderlich, nicht nur beim Autoverkehr, entgegen dem geltenden Gleichheitsgrundsatz. Helfen Sie einfach mit, dass wir damit vorankommen! Durch eine Mitgliedschaft bei FUSS e.V., als Spendenmitglied oder mit eigenen Eingaben an Verkehrsbehörden bei zu geringen Schutz für den Fußverkehr.