Wir kümmern uns um Fußgänger!
Seit 1.1.2020 engagieren wir uns als Ortsgruppe des FUSS e.V., Fachverband Fußverkehr Deutschland, Berlin. FUSS e.V. ist, unter dem Motto „Mit uns geht es besser!“, eine Interessenvertretung von Fußgängern in Deutschland, der sich seit 1985 dafür einsetzt, das Zufußgehen sicherer, gesünder, angenehmer und attraktiver zu machen und damit den Umweltverbund von Fuß, Rad und Bus/Bahn in Stadt und Land zu stärken. Vor Ort setzen wir uns als FußgängerLobby für mehr Beachtung und Wertschätzung in Remseck, Ludwigsburg, Waiblingen, Kornwestheim, Fellbach usw. mit verschiedenen Projekten. Als Hauptprojekt unser FußverkehrsCheck in den Remsecker Ortsteilen in 2020/21 als offene Bürgerbeteiligung mit über 240 Checks zu den Themen freie Gehwege, Tempolimits, Fußgängerüberwege, mehr Aufenthaltsqualität in Stadt, Wald und Flur usw., Näheres unter www.remseck-zu-fuss.de und immer wieder hier im Amtsblatt der Stadt Remseck. Bei Interesse oder Fragen bitte einfach melden!
Wo darf man Rad fahren und wo nicht?
Unter dieser Überschrift thematisiert die Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) am 6.9.22 das Radfahren in der Innenstadt von Ludwigsburg. Lobenswert, wenn mal wieder deutlich gemacht wird und wohl auch muss, was man mit dem „Fahrzeug Rad“ darf und was nicht! Nur scheinen halt viele Radfahrende eben die LKZ nicht zu lesen und/oder die eigenen Bedürfnisse auf schnelles Vorwärtskommen über allem anderen zu stellen. Diese weitverbreitete, egoistische Unsitte der Ignoranz eindeutiger Verkehrsvorschriften kann man aber offensichtlich nur durch Kontrollen/Sanktionen eindämmen, zum Schutz aller anderen Fuß-Verkehrsteilnehmer, die dort sicher und ungestört unterwegs sein wollen. In mehreren Anläufen haben wir immer mal wieder im Ludwigsburger Rathaus, auch in einer persönlichen Besprechung in 2022, auf die Ungleichgewichtung von Verkehrskontrollen zulasten von Kfz auch in Ludwigsburg hingewiesen und eingefordert, diese wegen offensichtlicher Verkehrsverstöße auf den Radverkehr auszuweiten. Denn bereits 2017 hat der Deutsche Verkehrsgerichtstag ja festgestellt: Um Unfallgefahren zu verringern, muss das Verkehrsklima zwischen Radfahrern, Fußgängern und Kraftfahrern durch eine Kombination von Kommunikation, Verkehrserziehung und Kontrolle verbessert werden. Einen Beitrag dazu können auch die Fahrradstaffeln der Polizei leisten. Dies sei aber bis heute nur unzureichend umgesetzt, so die Mahnung nun in 2022. Die Stadt Ludwigsburg berichtet nun von 164 Verwarnungen für 8 Monate in 2022 mit 52 verbotenerweise auf Gehwegen, 112 mit Fahren in den Fußgängerzonen. Jemand, der doch häufig in der Innenstadt dort unterwegs ist, meinte dazu, diese Anzahl würde sich ja leicht pro Tag ergeben, wenn man denn ernsthaft sich im Rathaus dieser besonderen Problematik bei dieser Verkehrsart stellt. Wohl, aber nur etwas, übertrieben, zumindest bis es sich bei den Radler dann rumgesprochen hätte. Mitarbeitende im Ludwigsburger Rathaus scheint man ja reichlich zu haben, die allerdings recht einseitig mit großem Schwerpunkt den Autofahrer im Fokus haben. Wobei z.B. ein falsch abgestellte PKW, dessen Fahrer man da gerne abstraft, m.E. weniger Gefahrenpotential hat als ein auf dem Gehweg/Fußgängerzone zwischen Menschen durchbrausender Radfahrer.
Auch in Remseck haben wir anlässlich der Erkenntnisse aus unseren FußverkehrsChecks seit 2020 zum Schutz des Fußverkehrs eine Radverkehrs-Überwachung angemahnt, Zahlen von Kontrollen bzw. Verwarnungen stehen derzeit nicht zur Verfügung, werden aber an dieser Stelle noch nachgereicht.